• hummingbird@lemmy.world
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    1 year ago

    Denn mit einem schweren Bike wird etwa plötzliches Ausweichen schwieriger und die Gefahr, ins Strudeln zu kommen oder zu stürzen, höher als bei einem leichteren Fahrrad, das man schneller wieder in den Griff bekomme.

    Steile These. Ich behaupte der Gewichtsunterachied fallt praktisch kaum ins Gewicht. Die nicht erwähnte höhere Geschwindigkeit dagegen schon.

    • Bademantel@lemmy.world
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      1 year ago

      Immerhin erwähnt der Artikel aber abschließend auch einen wesentlich wichtigeren Punkt:

      Wer mit einem Pedelec fährt, ist zudem nach Angaben des ADFC durchschnittlich immer noch älter als Radfahrerinnen und -fahrer insgesamt.

      Im höheren Alter ist ein Sturz wesentlich gefährlicher und hat oft einen deutlich schlechteren Verlauf. In Kombination mit der von dir erwähnten hohen Geschwindigkeit, sehe ich hier die hauptsächlichen Gründe.

    • Obelix@feddit.orgOP
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      1 year ago

      Es macht schon einen Unterschied, ob du ein leichtes Rennrad oder so einen dieser dicken Rentnerklopper schnell lenken willst. Masse hat logischerweise eine Trägheit und wenn du das dann noch mit Rentnern kombinierst, die vllt. nicht die besten Reflexe haben und/oder weniger passende Muskeln in Armen und Schultern, dann wird es häßlich.

      • Successful_Try543@feddit.org
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        1 year ago

        Beides, Masse und Geschwindigkeit, fließen in die Gleichungen für die wirkenden Kräfte ein, die Masse linear, die Geschwindigkeit im Quadrat.

        Ein E-Bike, das doppelt so schwer ist, wie ein normales Rad, benötigt die doppelte Kraft beim Bremsen, um bei gleichem Bremsweg zum Stehen zu kommen. Da allerdings die Haftung proportional zur Masse steigt, könnte diese theoretisch problemlos aufgebracht werden, wenn die Bremsen ausreichend dimensioniert sind und auch mit entsprechendem Elan betätigt werden.

        Edit: Bei der Rechnung die Masse des Fahrers nicht vergessen. Die benötigte Kraft ist größer, aber nicht die Doppelte.

        Der Effekt der Geschwindigkeit lässt sich nicht so leicht austricksen. Da ist die Physik dieselbe, egal ob normales Rad oder E-Bike: Bei 25 km/h ist der Bremsweg der 2,8 fache von dem bei 15 km/h. Schlechtere Reflexe, dadurch längere Reaktionszeit, und motorische Unsicherheit gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern tun da ihr Übriges.

        Die Kraft, die zum Lenken, also dem drehen des Lenkers, benötigt wird, ist relativ klein, da der Lenker als langer Hebel dem deutlich kleineren Gabelnachlauf gegenübersteht.

        Die verschiedenen Masseschwerpunkte tragen ebenfalls zum Fahrverhalten bei. Ein hoher Schwerpunkt wie bei einem Treckingrad ist eher schlecht, wenn man sich beim starken Bremsen nicht auf die Nase legen möchte.