• Takios@discuss.tchncs.de
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    92
    ·
    1 year ago

    Manche Personen verursachen mehr Klima Schäden an einem Tag als ich in mehreren Jahren, da fällt es durchaus schwer sich noch weiter einzuschränken.

    • Melchior@feddit.org
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      15
      ·
      1 year ago

      Keine Ahnung wie du so lebst, aber in vielen Bereich kostet Klimaschutz nicht viel mehr oder spart sogar Geld. Man muss es aber trotzdem aktiv machen. Ich denke da an Solar auch dem Dach oder am Balkon, Wärmepumpe oder mittlerweile auch das Elektroauto. Da gibt es aber of einfach Lügen von der fossile Lobby, wie das Elektroautos genauso schädlich sind wie Verbrenner. Wenn man da einfach nur informiert ist, hilft das gewaltig.

      • Mîm@lemmy.zip
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        22
        ·
        1 year ago

        Elektroauto

        Das muss man sich aber auch erstmal leisten (und laden) können.

        Solar auch dem Dach oder am Balkon, Wärmepumpe

        Die meisten Leute wohnen halt nicht im freistehenden Einfamilienhaus, sondern zur Miete. Und als Mieter habe ich nunmal keinerlei Einfluss darauf wie bei mir denn geheizt wird oder ob da eine Solaranlage auf dem Dach hängt. Auf dem Balkon mag noch gehen, wenn man denn einen hat.

        Für die meisten Leute also gar nicht so riesig viel Möglichkeit in den von dir angedachten Dingen viel in Sachen Klimaschutz zu tun.

        • DarthFrodo@lemmy.world
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          4
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          1 year ago

          Das Wichtigste ist es nicht zu fliegen, das spart sogar Geld.

          Beim Strom könnte man auch als Mieter zu einem Ökostromanbieter wechseln, die sind auch nicht mehr unbedingt teurer.

          Statt Fleisch kann man entweder auf Lebensmittel zurückgreifen die günstiger sind (z.B. Haferflocken, Bohnen, Linsen, gefrorenes Gemüse, Falafelmischung) oder es mit pflanzenbasierten Fleischalternativen ersetzen. Die von den Lidl und Kaufland Eigenmarken sind inzwischen mindestens so günstig wie Billigfleisch und die anderen Supermärkte sind auch auf dem Weg.

          Also nachhaltiger zu Leben geht auch als Mieter und ohne reich zu sein.

          • Tiefkuehlkost@feddit.org
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            1 year ago

            Ich hab hier heute so oft Bohnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte gelesen, und geschmacklich mag ich diese auch echt gerne, aber hat den niemand von euch Verdauungsprobleme dabei? Ich bekomme davon leider übelst schnell Blähungen. Oder gibt es da ein Trick drum herum?

            • Teppichbrand@feddit.org
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              1 year ago

              Kurz:
              Die Dosis langsam steigern, deine Darmflora muss sich erst dran gewöhnen.

              Lang:
              Für die Menschen vor einem Jahrhundert waren Hülsenfrüchte und Kohl Standards, die billig, lecker und super gesund sind, das wurde ständig gegessen. Wir haben das kaum mehr auf dem Teller.
              Unser Darm funktioniert wie ein Garten, deine Nahrung entscheiden, welche Arten an Bakterien sich darin vermehren und welche weniger werden. Für Kohl und Hülsenfrüchte brauchst du andere Mikroorganismen als für SchniPo Schranke. Je mehr sich die Pflanzen- und Ballaststoff-Tierchen vermehren, desto weniger Stress macht diese Nahrung in deinem System.

            • feldwespe@feddit.org
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              1 year ago

              Ja, es gibt einige weitere Tricks:

              • Hülsenfrüchte schon 12 Stunden vorher in reichlich kaltem Wasser einweichen und das Einweichwasser vor dem Kochen dann wegschütten. Denn darin sind besonders viele der unverdaulichen Oligosaccharide enthalten, die zu Blähungen führen können. Zusätzliches Spülen erhöht den Effekt.
                Das Einweichen vorab führt außerdem dazu, dass die Hülsenfrüchte nur 5-7 Minuten aufgekocht werden müssen, und dann je nach Sorte mit etwas Nachgaren ohne weiteres Zutun fertig sind. Einfacher und energiesparender geht es nicht.
              • etwa 1 g Natron (Natriumhydrogencarbonat) pro Liter Einweichwasser weicht die Zellwände auf und macht die Hülsenfrüchte damit leichter verdaulich
              • Gewürze und Kräuter nach dem Kochen hinzufügen, die Blähungen lindern: Anis, Basilikum, Bohnenkraut (!!), Fenchel, Ingwer, Kreuzkümmel, Kardamom, Kümmel, Kurkuma, Pfefferminze, Ceylon-Zimt
              • falls nicht sowieso der Fall - in der Eingewöhungsphase viel bewegen, denn das verbessert auch die Darmaktivität. Der Verdauungsbrei ist dann bestenfalls schon durch, ehe er anfangen kann, Probleme zu machen. Die gasbildenden Bakterien sollten nämlich nicht zu viel Zeit bekommen, sich zu vermehren. Stichwort: Verdauungsspaziergang.
              • fermentierte Lebensmittel mit Milchsäurebakterien zum Aufbau einer gesunden Darmflora: Klassiker sind Joghurt, Sauerkraut, Kimchi, Milch- und Wasserkefir.
                .
              Bei Interesse ergänzende Hinweise aufklappen


              Das alles gilt nicht nur für Hülsenfrüchte, sondern auch für andere Herausforderungen wie Kohl, Zwiebeln und Topinambur. Wie Teppichbrand rate auch ich: Nicht zu schnell aufgeben, sondern so lange und sanft einschleichen, bis das Mikrobiom im Darm an ballaststoffreiche, gesunde Zufuhr gewöhnt ist. Und dann regelmäßig füttern, damit die kleinen Helferchen im Darm am Start bleiben, wie es früher üblich war. Ein gesunder Darm lohnt sich ja auf jeden Fall. Stichwort: Darm-Hirn-Achse

              Das Einweichen der Hülsenfrüchte wird schnell zur Routine. Ich koche immer eine Packung von roten und braunen Linsen komplett vor. Meist am Abend parallel zu Haferflockenfrühstücks-Vorbereitungen, dann sind die Linsen am nächsten Morgen fertig gegart und abgekühlt. Im Kühlschrank halten sie locker fünf Tage.
              Diese Vorgehensweise vereinfacht vieles. Ich nehme stets 150g Wasser zum Aufkochen von 500g eingeweichten Linsen und erhalte so nach dem Abkühlen perfekt gare, relativ trockene Linsen zum weiter verarbeiten und einlagern. Die Linsen kochen so nicht über, weil die schäumenden Bestandteile (Saponine) bereits mit dem Einweichwasser weggeschüttet werden.

              Zur behutsamen Annäherung empfehle ich selbst gemachte Dips/Brotaufstriche mit pürierten roten Linsen und reichlich von den o.g. Gewürzen nach persönlicher Vorliebe - und einem Schuss gutes Öl. Die roten Linsen sind geschälte braune Berglinsen und etwas verträglicher, weil ohne ballaststoffreiche Schale.

              Wie auch immer: Wohl bekomms!

              • Tiefkuehlkost@feddit.org
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                ·
                1 year ago

                Danke für die ausführlichen Tipps, die werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

                Der Punkt mit dem Bewegen wird warscheinkich bei mir auch relativ viele Probleme verursacht haben da ich meist am Schreibtisch esse.

          • Mîm@lemmy.zip
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            1 year ago

            Beim Strom könnte man auch als Mieter zu einem Ökostromanbieter wechseln, die sind auch nicht mehr unbedingt teurer.

            Ich konzentriere mich mal darauf, weil es im Originalkommentar hauptsächlich um sowas ging.
            Das mag zwar ganz nett sein, allerdings habe ich als Mieter davon noch immer keinen Einfluss darauf, wie bei mir geheizt wird und ob da halt nicht einfach eine Gasheizung bei mir steht und ich das schlicht schlucken muss.

    • arakhis_@feddit.org
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      12
      ·
      1 year ago

      Yo und diese eine Person gibt es in der Welt 10000 mal weniger, sprich unser billo Konsum fällt additiv mehr ins Gewicht. Gerade wir westlichen “armen Menschen” sind die mit der größten Verantwortung diesbezüglich, kann ne Studie zu raussuchen bei Interesse

    • Azzu@lemm.ee
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      9
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      1 year ago

      “Jemand anderes ist schlimmer als ich, also muss ich auch nichts tun.”

      Ist halt kein Argument. Was ein Argument ist, ist “wenn jeder Mensch auf der Welt so einen Einfluss auf das Klima hätte wie ich, hätten wir dann ein Klimaproblem?” Wenn die Antwort ja ist, muss man noch an sich arbeiten, wenn die Antwort nein ist, dann kannst du chillen zu dem Thema.

      Wär mal interessant zu wissen, was man dafür genau als deutscher so machen müsste, um diesen Zustand zu erreichen, ich weiß es tatsächlich nicht. Oder ob es überhaupt möglich ist.

      • Tiefkuehlkost@feddit.org
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        1
        ·
        1 year ago

        Ist mein ich unmöglich, durch indirekte co2 Verursachung die der Staat für jeden Bürger aktuell verursacht in z.b. Müllentsorgung und Straßenbau, gab mein ich noch andere Felder aber mir fallen grad nur die Beiden ein.

        Also außer du hast Geld und glaubst ganz ganz fest an so nen Ablasshandel mit co2 Ausgleich. /s

  • mischk@discuss.tchncs.de
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    66
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    1 year ago

    Wenn der Staat versagt. Menschen ließen sich motivieren, wenn sie das Gefühl haben, dass wirklich alle an einem Strang ziehen. Wenn für Industrie und Wirtscht tausende Ausnahmen gemacht werden, der öffentlich Verkehrssektor nicht ausgebaut wird usw, dann aber erwartet wird, dass der einzelne seine Lebensweise ändert, wird es nicht funktionieren. Dann fühlt man sich verarscht und fliegt halt weiter mit dem Billigfliegerin den “Traumurlaub”. Schon traurig, dass die Verantwortlichen es wider besseren Wissens versammeln.

    • Melchior@feddit.org
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      19
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      1 year ago

      Ich sag mal nur Verbrennerverbot und Heizungsgesetz. Wenn der Staat will das alle an einem Strang ziehen, heult die ganze Republik. Wenn man irgendwo Ausnahmen wie den Agrardiesel anfasst, ist der Aufstand so heftig, dass die Polizei den Grünen den Parteitag verbietet. Wenn du neue bessere Bahnstrecken baust, dann heulen wieder alle rum, dass man da eine Bahnstrecke gebaut wird. Wenn du Parkplätze entfernst gibt es massiv Klagen. Wenn Radwege gebaut werden heulen Autofahrer über die Radfahrer.

      Der Staat ist halt nur so gut wie seine Bürger und die meisten wollen Klimaschutz ohne irgenwelche Änderungen in ihrem Leben und das wird nicht gehen.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        19
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        1 year ago

        Das ist nicht richtig. Menschen akzeptieren Einschränkungen, wenn sie für alle gelten - also fair sind.

        Was du oben aufzählst, sind alles gesteuerte Aktion von Wirtschaftslobbies. Das hat nichts mit normalen Bürgern zu tun. Ein paar Dumme, die sich vor den Karren spannen lassen gibt es immer.

        • smokeysnilas@feddit.org
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          1 year ago

          Ganz genau so sehe ich das auch, es ist ja auch maximal frustrierend sich einzuschränken und dann zuzuschauen wie andere ohne Konsequenzen oder auch nur signifikante Mehrkosten sich komplett rücksichtslos verhalten. Da muss man sich doch dumm vorkommen wenn man aus eigenem Antrieb heraus sein Verhalten ändert und damit ja oft auch einen Verlust an Komfort und bequemem Leben hinnimmt. Am Ende nimmt man nur den Reichen™ den Leidensdruck und für den Klimaschutz ändert sich unterm Strich nichts.

      • HaiZhung@feddit.org
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        11
        ·
        1 year ago

        Die Republik heult nicht, das ganze Theater war gezielt platziert von BILD & co.

        In persönlichen Gesprächen (lt. Habeck selbst) mit „echten“ Bürgern hat ihn quasi nie jemand auf das Gesetz angesprochen.

        War ja auch ein gutes Gesetz.

    • einkorn@feddit.org
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      45
      ·
      1 year ago

      die kleinen Bürger sind schon seit Jahrzehnten “persönlich verantwortlich”

      Das ist halt die Kernthese des Neo-Liberalismus: Geht es dir scheiße, bist du selbst drann schuld. Das es Aufgaben gibt, die wir kollektiv angehen müssen versteht diese Denkweise nicht.

    • SpongyAneurism@lemmy.frozeninferno.xyzdeleted by creator
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      22
      ·
      1 year ago

      Dass ich meinen Müll in verschiedene Plastiktypen aufteilen, die am Ende wohl eh einfach verbrannt werden, macht insgesamt sehr wenig aus.

      Ich stimme dir insgesamt zu, dieser Abschnitt ist aber so ein Fall von Thema verfehlt. Mülltrennung hat insgesamt relativ wenig mit Klimaschutz zu tun. Die Motivation dafür ist eher Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Aber der Punkt worauf ich hinaus will ist eigentlich, dass dein Beitrag an dieser Stelle Umweltschutz und Klimaschutz gleichsetzt, obwohl Klimaschutz nur ein Teilbereich des Umweltschutzes ist. Zwar ist dieser Teilbereich in der letzten Zeit (zurecht) im Fokus, aber Umweltschutz ist noch deutlich mehr und unter anderem unsere moderne Abfallwirtschaft (so verbesserungswürdig sie immer noch ist), ist eine große Errungenschaft der Umweltbewegung der 70/80er Jahre, die ganz unabhängig vom Klimaschutz erhaltenswert ist, ebenso wie z.B. Kläranlagen und andere Umweltschutzmaßnahmen, die nur bedingt was mit Klimaschutz zu tun haben.

      Ich beobachte seit längerem, dass die breite Bevölkerung das zum Teil nicht mehr differenziert und Umweltschutz mit Klimaschutz gleichsetzt und Maßnahmen zum Umweltschutz einseitig nach ihrer Klimabilanz zu bewerten versucht, was ich für eine Fehleinschätzung halte, die fatal sein kann.

      Was ich seit kurzem auch beobachte, ist ein Begriffswandel des Begriffs Klimaschutz selbst. Waren damit ursprünglich “Maßnahmen zum Schutz des Klimas” gemeint, wird es mittlerweile auch verwendet um “Maßnahmen zum Schutz von Menschen (und ihrer Besitztümer) vor dem Klima” (bzw. dessen Auswirkungen in Form von Extremwetterereignissen) damit zu meinen, was gewissermaßen eine Art Resignation im Bezug auf erstere Bedeutung beinhaltet.

      Sorry für den Rant, das wollte ich wohl mal loswerden, und dein Kommentar war jetzt irgendwie Stein des Anstoßes. Als jemand, der gut 20 Jahre versucht hat, die Veränderung zu sein, die ich in der Welt sehen wollte, gebe ich dir allerdings vollkommen recht, dass die individuellen Gestaltungsspielräume der breiten Masse zum Klimaschutz sehr begrenzt sind. Wir können uns als Konsumenten nur in so weit für klimafreundliche Optionen entscheiden, wie sie vom Markt angeboten werden, und wie wir die Klimafolgen überhaupt durchschauen können. Unternehmen formen unsere Umwelt, bieten von sich aus diese Dinge nicht an und erschweren uns durch Greenwashing-Marketing immer mehr entsprechende Entscheidungen im Kleinen zu fällen. Stattdessen versucht man uns ein grünes Gewissen zu verkaufen, ohne echten Effekt.

      Die Lösungen müssen auf gesellschaftlicher Ebene passieren, wo wir politisch die Spielregeln anpassen, um jenen Unternehmen, die das möchten, klimafreundlicheres Verhalten zu ermöglichen ohne dadurch Wettbewerbsnachteile zu erhalten, und die anderen schlicht dazu zu zwingen das ebenfalls zu tun und unsere menschengemachte Welt so zu formen, dass die breite Masse bequem klimafreundliche Optionen nutzt, ohne sich darüber überhaupt Gedanken machen zu müssen.

    • Azzu@lemm.ee
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      3
      ·
      1 year ago

      Naja, wählen gehen ist ja auch sinnfrei, ne, weil eine Stimme ist ja irrelevant.

      Ist einfach ne Ausrede halt. Klar hat der einzelne “keinen” Effekt. Aber wenn alle denken sie haben keinen Effekt, und deswegen ihren Konsum nicht beschränken und so effektiv 30% mehr Treibhausgase produzieren, dann steigen die Treibhausgase um 30%.

      Alles in unserer Gesellschaft hängt im Endeffekt vom einzelnen ab. Klar haben verschiedene Leute verschieden viel Macht, etwas zu ändern, aber die Politik wird auch vom einzelnen gemacht, Politiker sind auch vom einzelnen gewählt.

      Das Problem ist einfach, dass der durchschnittliche Einzelne scheiße ist.

      Und ja, mir ist bewusst, dass Superreiche noch mehr kontrollieren, aber man könnte ja z.b. Linke wählen oder ähnliches, die wirklich was gegen die machen wollen. Machen auch die wenigsten.

        • Azzu@lemm.ee
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          1
          ·
          1 year ago

          Jo haste die Daten dazu? Weil die Superreichen verbrauchen vielleicht persönlich 10000x mehr als du und ich, gibt aber auch nur ein paar tausend von denen und sind somit tatsächlich weniger Anteil.

          Was ein Riesenanteil ist sind Firmen, und woher kriegen Firmen ihr Geld? Weil Leute wie du und ich ihre Produkte kaufen. Musk ist Milliardär weil Millionen “normale” Menschen Teslas kaufen. Bezos ist Milliardär weil Milliarden “normale” Menschen Amazon nutzen. Usw usw

            • Azzu@lemm.ee
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              1 year ago

              Jo und wenn du mal schaust, reden die von so Dingen wie “global richest 10% compared to global poorest 50%”. Wenn du in Deutschland zum Beispiel lebst bist du fast automatisch global in den reichsten 10%.

  • kossa@feddit.org
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    51
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    1 year ago

    Joa, ich meine saurer Regen in den 70/80ern, Ozonloch in den 80/90ern und umgekippte Gewässer in den 60ern haben sich halt auch nicht durch individuellen Verzicht lösen lassen. Die Lösungen wurden herbeireguliert von Vadder Staat.

    Seit den 90ern haben aber Industrie und deren Besitzer sehr erfolgreich gegen den Staat und Regulierungen Stimmung gemacht, deshalb hält das heute keiner mehr für den Weg aus der Krise und macht einen auf “persönliche Pflicht”.

    • SpongyAneurism@lemmy.frozeninferno.xyzdeleted by creator
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      19
      ·
      1 year ago

      Dies und der bewusst von BP als Narrativ verbreitete “ökologische Fußabdruck” der eben auch auf eine Individualisierung des Problems hindeutet, wo eine Kollektivlösung erforderlich wäre.

      Das perfide daran ist ja, dass der ökologische Fußabdruck nicht falsch ist, ebensowenig wie die Sache mit der individuellen Verantwortung. Aber wenn man den Diskurs darauf einengt, verliert man den weiteren Blick darauf, dass gesamtgesellschaftlich und politisch halt viel mehr bewegt werden kann. Und ich behaupte, genau das war das Ziel. (Und ist das Ziel der gesamten neoliberalen Ideologie)

      • kossa@feddit.org
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        9
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        1 year ago

        Als Information ist der ökologische Fußabdruck gut, da bin ich dabei.

        Aber ich halte ihn im Großen und Ganzen doch für falsch: ich glaube, dass unsere großen Gesellschaften einfach zu komplex für “individuelle Verantwortung” sind. Auf dem Level findet eine Verantwortungsdiffusion statt, dass individuelle Appelle zum Scheitern verurteilt sind.

        Individuelle Verantwortung funktioniert in kleinen Gruppen: wenn in meinem Jäger und Sammler Kreis einer ständig in den Fluss kackt, wirkt public shaming und Ausgrenzung Wunder. Deswegen sind Dörfer auch heute noch normativer (sehr zum Leid vieler Bewohner, aber eben auch manchmal zum Guten).

        Wenn ich aber Gesellschaften von 80 Mio. oder 500 Mio. Menschen steuern möchte, dann komme ich nicht umhin, das durch möglichst partizipative Entscheidungsprozesse “von oben” herbeizuregulieren, individuelle Verantwortung verschwindet auf dem Level einfach.

        • SpongyAneurism@lemmy.frozeninferno.xyzdeleted by creator
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          7
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          1 year ago

          Kann man so sehen, ja. Ich seh es nicht ganz so extrem, aber ich vermute sich darüber zu streiten, ob individuelle Entscheidungen nun extrem begrenzt oder überhaupt nicht wirksam sind, wäre ebenfalls vergebene Liebesmüh’.

          Ich würd halt behaupten, das was man individuell bewirken kann, ist umso mehr, je größer der eigene ökologische Fußabruck ist. Je näher man sich damit am Durchschnitt (seiner eigenen Gesellschaft, global betrachtet ergäbe hier auch wenig Sinn) befindet (oder sogar darunter liegt) desto weniger kann man ihn durch individuelle Maßnahmen noch absenken.

          Und dass der Aufwand, den man dazu betreibt womöglich effizienter in politisch-gesellschaftliches Engagement gesteckt würde, ist dann auch schnell so.

          • DrunkenPirate@feddit.org
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            1 year ago

            Ist schon richtig. Ganz aus der Verantwortung sollten sich die Leute nicht stehlen. Aber der Einfluss ist extrem begrenzt.

            Konkret: Ich liege in meinem Fussabdruck immer noch über dem Weltmaßstab, weil ich Deutscher bin. Da werden einem einfach mal ein paar Tonnen draufgeklatscht ohne Gründe. Das sind Industrieemissionen.

            Ich kann kaum noch runter ohne Verrenkungen: Vegetarier, Urlaub in DE mit Auto (Fliegen seit Jahren nicht mehr), viel Rad, viel Homeoffice. Ist komplett ausgereizt und trotzdem zu viel. Btw. mein Lifestyle ist neben umweltschonend auch geldschonend. Mir fehlt trotzdem an nichts.

            Und wenn ich dann sehe, wie bei meinem AG Müll und Emissionen produziert wird…. Politik muss regeln.

    • arakhis_@feddit.org
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      2
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      1 year ago

      Dann herbeiregulier mal ein Verbot auf Tierprodukte

      Die Leute in 2020 haben Kulte gegründet weil sie Masken tragen mussten. Humanity is gg

      EDIT: down votv ohne mitzuteilen was daran kritisch ist, kotzt mich sowas an… Aber typisch bei dem Thema. Keine Lösung, kein Wille, aber trotzdem zeigen, wo der Hammer hängt

      • kossa@feddit.org
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        5
        ·
        1 year ago

        Hätte man vor 30 Jahren mit anfangen müssen, jetzt ein Verbot ist halt Schocktherapie. Das finden Gesellschaften nicht so geil. Ich würde bspw. mal mit Klimaschockbildern auf Tierprodukten anfangen, so wie auf Zigaretten. Und irgendwie Alternativen günstiger machen. Kann ja nicht sein, dass Hafermilch teurer ist als Kuhmilch.

          • LH0ezVT@sh.itjust.works
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            ·
            1 year ago

            Jede Tonne, die wir jetzt sparen, spart in den nächsten Jahrzehnten massiv Geld und reduziert Leid. Langfristig gesehen sind wir wahrscheinlich am Arsch, ja. Natürlich hätten wir vor 30 Jahren anfangen müssen. Haben wir aber nicht.

    • Azzu@lemm.ee
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      2
      ·
      1 year ago

      Tjaa, wir haben ungefähr 2/3 der Bevölkerung, die Parteien wählen, die es nicht bockt. Wie soll da Regulierung zustande kommen.

    • N_utzername@feddit.org
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      1
      ·
      1 year ago

      Anscheinend mit Erfolg. Heute undenkbar, als Zeitzeuge geladen: Die Planeteers(Captain Planet): Die Folge von “Captain Planet and the Planeteers,” in der es um eine Kühlschrankfabrik am Nordpol geht, ist "A Formula for Hate."Die Planeteers entdecken eine Fabrik am Nordpol, die Kühlschränke produziert und dabei FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) freisetzt. Diese Chemikalien tragen zur Zerstörung der Ozonschicht bei. Die Fabrik wird von Dr. Blight betrieben, die die Planeteers mit ihren Erfindungen und ihrem militärischen Wissen bekämpft. Die Planeteers müssen herausfinden, wie sie die Fabrik stoppen und die Umwelt retten können, während sie gleichzeitig gegen Dr. Blights Pläne vorgehen. Diese Folge ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Serie Umweltprobleme thematisiert und gleichzeitig spannende Abenteuer bietet.

  • HaiZhung@feddit.org
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    1 year ago

    Richtig so, Klimaschutz ist nämlich Aufgabe der Politik. Dass das Aufgabe des einzelnen sei, ist eine Kampagne, die letztlich auf BP (oder war es Shell?) zurückzuführen ist.

    Klimaschutz is das einzige, wo irgendwie die Bürger meinen, es selbst in die Hand nehmen zu müssen. Man überlege sich nur mal, wenn man dies anwendet auf andere Problembereiche.

    Sollten wir alle die Ärmel hochkrempeln und 2-3 Haushaltshilfen einstellen um die Wirtschaft anzukurbeln?

    Sollte jeder sich fragen ob er persönlich in die Ukraine reist um dort gegen putin zu kämpfen?

    Etc.

    Völlig lächerlich, das sind politische Aufgaben, die von der Politik zu verantworten sind.

    Nur beim Klimaschutz wird die Verantwortung auf den einzelnen abgewälzt. Das macht keinen Sinn, und deprimiert nur!

    • Teppichbrand@feddit.org
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      1 year ago

      Und alle so: Yeah! Die Anderen zuerst!
      Übernimm Verantwortung für dein Leben, Budi! Na klar muss die Politik schleunigst was gegen die fossilen Zerstörer tun. Verkehrswende, Energiewende, Agrarwende. Aber sie macht es halt nicht richtig. Also:
      Hör auf Tiere zu essen und in Urlaub zu fliegen. Wer gibt dir das Recht? Erwachsene Menschen benehmen sich wie Kinder, die jeden Tag ohne Zähneputzen ins Bett gehen, solange die Eltern nicht gucken. Und dann rumheulen, wenns zur Zahnärztin geht. Das ist rücksichtslos, asozial, egoistisch und dumm! Und du bist kein bisschen besser als die Psychos in den Chefetagen der Konzerne. Die nehmen auch gierig alles mit, was sie in die Finger kriegen. Warum? Weil sie es können. Die Anderen zuerst!

      • HaiZhung@feddit.org
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        1 year ago

        Wer es sich leisten kann, ist durchaus eingeladen, sein Leben so zu leben wie er es für moralisch richtig hält. Ein Besuch im Schlachthaus ist eigentlich für jede Schulklasse Pflicht. ;-)

        Aber es geht darum, dass die Menschen mehr und mehr ausgepresst werden, ca. 50% der Bevölkerung kaum noch über die Runden kommt; und dann noch abfällig auf sie herabgeschaut wird, wenn sie nicht im Einklang mit der Natur leben.

        So funktioniert das nicht.

        • Teppichbrand@feddit.org
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          1 year ago

          Na klar, der Rückbau des Sozialstaates ist richtig schlimm. Das passiert, weil zu viele Menschen doof gegen ihre eigenen Interessen wählen. Ich engagierte mich, damit sich das ändert.
          Aber “abfällig herabschauen”, wovon redest du? Deine Geschichte von der verurteilenden Öko-Elite ist nur eine Schutzbehauptung, weil du dich nicht verändern willst.

          • Kein Fleisch mehr. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Du isst stattdessen Hülsenfrüchte, Tofu und Brotaufstriche aus Gemüse. Das ist ein Triple-Win, weils neben zwei Dritteln co2-Einsparung auch noch billiger und gesünder ist.

          • Keine Flugreise mehr. Die Scheiße ist hoch subventioniert und das zerstörerischste, das du als Privatperson machen kannst. Du hast kein Recht auf einen Malle-Urlaub, lass es!

          • Gebrauchte Kleidung und Kram. Das ist einfach, sogar hier aufm Dorf finde ich richtig gute Klamotte für 2,50€. Kleinanzeigen, Flohmärkte oder die Tauschbörsen der Entsorgungsunternehmen. Unser Planet ist gesättigt mit Kram. Es gibt wirklich alles gebraucht, du sparst Geld und die Suche macht sogar Spaß.

          Noch vor ein paar Jahrzehnten war das ganz normal. Aber unsere Hyperkonsumgesellschaft hat aus uns in kurzer Zeit gierige, ungeduldige Schnäppchenjäger mit einer unglaublichen Anspruchshaltung gemacht. Du willst alao ein neues Handy? Warum!? Das Alte funktioniert doch noch. Iss deine Linsen, dann Zähneputzen und ab ins Bett. Du darfst noch eine halbe Stunde lesen, wenn du willst. :)

    • Zacryon@feddit.org
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      1 year ago

      Richtig so, Klimaschutz ist nämlich Aufgabe der Politik.

      Jo, aber solange diese nichts bzw. nicht genug tut, muss man halt selbst zusehen, was man tun kann.

  • the_wiz@feddit.orgdeleted by creator
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    1 year ago

    Wenn man schon selber denkt man “sei nicht in der Pflicht”, dann sollte man wenigstens die Parteien wählen die sich dem Problem annehmen.

    • Eril@feddit.org
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      1 year ago

      Das ist meine Einstellung. Ich sehe meine persönliche Pflicht zur Änderung als recht gering an und schränke meinen Lebensstil daher auch nicht zu krass ein (wo es nicht zu schwer fällt). Sehe aber meine Verantwortung sehr darin nur Parteien zu wählen die ein sehr starkes Klimaprogramm bieten. Politik kann wirklich was ändern, ich selbst eher nicht.

  • Pestilence@feddit.org
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    1 year ago

    Ich verzichte aufs Auto, nutze Öffis, esse zu 80% vegetarisch und fliege nicht in den Urlaub. Jetzt sind erstmal die anderen dran, ich schränke mich nicht noch weiter ein, bevor die anderen nachgezogen sind.

  • arakhis_@feddit.org
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    1 year ago

    Das reichste 1 % der Weltbevölkerung produziert 50-mal mehr Treibhausgase als die 4 Milliarden Menschen der unteren 50 %, wie eine neue Studie in 168 Ländern zeigt.

    Aber(!) wenn die reichsten 20 % der Verbraucher der Welt ihre Konsumgewohnheiten ändern würden, könnten sie ihre Umweltbelastung um 25 bis 53 % reduzieren.”

    Peer reviewte Studie dazu: ”Keeping the global consumption within the planetary boundaries by Peipei Tian et al”. https://www.nature.com/articles/s41586-024-08154-w

    “(…)Die Studie zeigt auch, dass veränderte Konsummuster allein im Lebensmittel- und Dienstleistungssektor dazu beitragen könnten, kritische planetare Grenzen wieder in sichere Grenzen zu bringen. Und erst letzten Monat war Hubacek Mitautor eines Papiers, in dem beschrieben wird, wie der Viehzuchtsektor auf gefährliche Weise mehrere der planetaren Grenzen überschreitet (…)”

    550 €/Monat in Deutschland fällt dabei unter reichste 15,2 % global

    https://www.givingwhatwecan.org/how-rich-am-i?income=10800&countryCode=DEU&numAdults=1&numChildren=0

    Selbst ein persönlicher Anteil von 20% wäre im Vergleich bei Betrachtung der Gesamtemissiomen halt immernoch mehr als der gesamte PKW Sektor um den ja so viel geredet wird… Deshalb ist es ja objektiv so entscheidend dass alle sich der Realität stellen und ihren Konsum überdenken, sei es das Auto, die Tierprodukte oder der Überkonsum. Das zeigen auf die da oben mag absolut berechtigt sein, aber das löst die eigene Verantwortung nicht (whataboutism)

  • RedPandaRaider@feddit.org
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    1 year ago

    Die meisten Leute verstehen ja nicht Mal die Ursachen der meisten und größten Umweltschäden.

    Es sind in der Regel nicht Normalbürger die Regenwälder abholzen, Kohle verbrennen und täglich fliegen. Das sind Konzerne. Die Ausrede ala Markttheorie nach Nachfrage und Angebot zieht nicht. Es sind die Konzerne und ihre Eigentümer, die herrschenden Klasse, die an den Schäden Schuld tragen.

    Gutes Beispiel um das zu verschaulichen ist es das Problem durch die Sicht anderer Wirtschaftssysteme als den Kapitalismus und Marktwirtschaft zu betrachten. In der Planwirtschaft kann beispielweise der Staat direkt jegliche Schäden und Abfälle durch direktes eingreifen verhindern oder mindern, wenn er dies denn will. Völlig unabhängig von den Bürgern / Konsumenten.

    Als zweites Argument, macht der eigene Konsum auch keinen Unterschied. Ich fahre kein Auto, es gibt X Produkte oder Marken welche ich nie kaufe. Dennoch werden die weiter existieren und ihre Produkte werden weiter hergestellt und wenn’s sein muss direkt für die Müllhalde. Die Kollektivschuld zieht beim Klimawandel nicht, denn es kann kein kollektives Verhalten in unseren sozioökonomischen System geben ohne dass der Staat dies schafft und fördert.

    • Petersson@feddit.org
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      1 year ago

      Und ich versteh nicht, warum es eins von beiden sein muss. Warum kann ich nicht vegan leben, andere Leute auch dazu aufrufen (immerhin schon 11% Vegetarisch/Vegan in DE), während wir Druck auf die (internationale) Politik machen oder die am besten von sich aus Druck auf die Industrie macht?

      • RoflmasterBigPimp@feddit.org
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        1 year ago

        während wir Druck auf die (internationale) Politik machen

        Das Problem ist ja das passiert nicht. Genau das ist ja auch mein Problem. Ich fahre kein Auto, ich verwende so gut wie alles bis es sich physisch auflöst, ich pflanze selber Gemüse und bienen-freundliche Gewächse an und dann lese ich das ich keine Hunde/Katzen mehr haben soll während Milliardäre aus Spaß ins All fliegen? Pardon aber ich sehe da eine ziemliche Unvergleichlichverteilung der Verantwortung.

        Wann kommen wir endlich zu dem Part wo wir die oberen 1% zur Verantwortung ziehen?

        • Petersson@feddit.org
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          1 year ago

          Ich hab nur gesagt, dass wir beides machen müssen. Du hast das nochmal wiederholt. Also lass uns die Zeit der Milliardärys beenden. Ich meine damit nicht, dass die sterben müssen, aber niemand braucht mehr als 10.000.000, um glücklich zu sein. Wir sind jetzt schon zwei, das ist immerhin ein Anfang :)

          • Petersson@feddit.org
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            1 year ago

            (Fängt an, Ton Steine Scherben-Lieder zu singen: In dem Land, in dem wir wohn’, sind aber n paar Million’n. Wenn wir uns erstmal einig sind, weht glaub ich n ganz and’rer Wind.)

      • RedPandaRaider@feddit.org
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        1 year ago

        Du kannst vegan leben wie du willst und dich gut fühlen. Die Wahrheit ist aber, dass ein riesiger Großteil der Umweltzerstörung stattfindet egal ob die vegan lebst oder nicht. Ob du Auto fährst oder nicht, ob du deine eigene Solaranlage hast oder nicht.

        Politischer Druck ist da der einzig wirksame Druck.

    • Teppichbrand@feddit.org
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      1 year ago

      Es sind […] nicht Normalbürger die Regenwälder abholzen, Kohle verbrennen und täglich fliegen.

      Doch! Normalbürger finanzieren diese Konzerne. Mit jedem Tierprodukt, das du an der Supermarktkasse bezahlst, gibst du Geld in das System, das den Regenwald für Futtermittel zerstört. Wenn du deinen Stromanbieter nicht aktiv wechselst gibst du Geld in ein System, das Kohle verbrennt. Und ständig fliegen tun Mitarbeitende der Konzerne, deren Produkte du kaufst.
      Ich auch. Wir können nicht komplett raus aus diesen Abhängigkeiten, weil wir Teil der globalen Selbstmordmaschine sind. Aber wir können schon Entscheidungen treffen, die unseren Einfluss erhöhen oder verringern. Also übernimm Verantwortung für dein Leben, mach dich schlau und handele nach deinen Möglichkeiten.

      • RedPandaRaider@feddit.org
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        1 year ago

        Unser Einfluss ist verschwindend gering. Eine einzelne Person kann den Kapitalismus nicht abschaffen, auch nicht eine Gruppe mit ein paar hundert Mitgliedern. Dafür braucht es große Unruhen.

        • Teppichbrand@feddit.org
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          1 year ago

          Wir vernichten unsere Lebensgrundlage. Es müssen sich auf allen Ebenen tausende Dinge ändern, so schnell wie möglich.
          Manche Dinge sind SCHWER umzusetzen, Agrarwende oder Verkehrswende zum Beispiel. Da braucht es entschlossene Entscheidungstragende mit viel Durchhaltevermögen, Geld und Planung.
          Andere Dinge sind EINFACH umzusetzen, Kichererbsen im Supermarkt kaufen zum Beispiel. Wenn jeder von euch das einfach mal machen würde, statt mir seit Jahren zu erklären wie wenig das nützt und wie irrelevant jeder einzelne von euch ist, dann wären wir schon einen Schritt weiter. Und wenn dann 1 Milliarde Menschen mitmachen, weil wir ja eigentlich gar nicht kollabieren wollen, dann ändert sich sehr viel und die Agrarwende wird von unten kräftig angeschoben. Ganz ohne große Unruhen.
          Was ist denn dein Gegenvorschlag?

          • RedPandaRaider@feddit.org
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            1 year ago

            Mein Gegenvorschlag ist politisches Handeln, welches kein wie von dir genanntes Durchhaltevermögen braucht. Direktes Handeln ohne sich mit Gerichten rumzuschlagen.

            Schau dir beispielsweise China an. Ja die tun nicht viel für die Umwelt, könnten es aber. Wenn da ein Unternehmer oder Milliardär aus der Reihe tanzt, verschwindet er für immer. Wenn der Staat an einen Konzern einen Befehl gibt, wird dieser umgesetzt oder es landen Leute im Knast. Genau das muss man auf die Umweltpolitik anwenden. Wir bekämpfen Menschen, die eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschheit begehen. Da ist nichts mit Liberalismus und Eigentumsrechten.

            • Teppichbrand@feddit.org
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              1 year ago

              Verstehe ich dich richtig? Du willst lieber Freiheitsrechte einschränken, statt selber freiwillig die Finger von einem schädlichen Produkt zu lassen?
              Und wie willst du das in den nächsten Jahren angehen? Weil Zeit haben wir ja nicht mehr so viel.

              • RedPandaRaider@feddit.org
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                1 year ago

                Wo habe ich hier denn vom Rechte einschränken geredet? Mir geht es darum direkt Wirtschafts- und Umweltpolitik zu machen. Das ist weitaus effektiver als auf das Verhalten von Individuen zu hoffen und das Problem irgendwie über Marktmechanismen zu lösen.

  • WhereAngelsFearToFly@feddit.org
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    1 year ago

    Nur noch je­der Zweite sieht sich persönlich in der Pflicht

    Ehrlichgesagt hätte ich vom Gefühl her gedacht, es stünde schon längst schlimmer um das Klimaschutzbewusstsein. Ist natürlich trotzdem kein Grund zu feiern.

    • SpongyAneurism@lemmy.frozeninferno.xyzdeleted by creator
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      1 year ago

      Finde ich schwer daraus abzuleiten.

      Die Erkenntnis, dass sich das Problem nicht auf individueller Ebene lösen lässt wenn nicht politisch was passiert um die Rahmenbedingungen zu verändern, könnte man genausogut als gestiegenes Bewusstsein deuten. Nicht, dass das mein Eindruck von der Mehrheit der Leute wäre, aber die Fragestellung ist irgendwie die Falsche um Klimabewusstsein als solches daraus abzuleiten.

  • Mycall @feddit.org
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    1 year ago

    Genau aus dem Grund muss das Thema vor allem in den Schulen vorangetrieben werden. Es gab da mal einen schönen Bericht über Mülltrennung. Die hatten das jahrelang über Flyer usw probiert, ohne großen Erfolg. Dann hatten die ein großes Schulprojekt und die Kinder haben den Eltern auf die Finger geschaut und schon lief es besser.

    Kinder sind da die besseren Zielpersonen, wenn man Veränderung will!

  • M.int@lemm.ee
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    1 year ago

    Nun habe ich die eigentliche pdf von ipsos, welche taz.de zu faul war zu verlinken, überflogen. (Hier ist der Link zum Artikel von ipsos, um zur pdf zu kommen muss man ein paar gelogene Sachen angeben (die Mail wird nicht abgefragt)).

    In Deutschland ist die Stichprobe rund 1000 Leute (16-74 Jahre). Wie aussagekräftig diese Stichprobengröße jetzt ist, weiß ich auch nicht… Schnelle Suche später; ist laut den Statistiker ausssagekrätig.

    Die eigentliche Frage, um die es hier geht, war (ich konnte sie nur auf Englisch finden):

    Q: If individuals like me do not act now to combat climate change, we will be failing future generations.

    Und ehrlich? Das würde echt auf meine Stimmung an kommen, was ich da antworte… Das richt zu sehr nach dem klassischen Trick, die Schuld von Klimawandel auf das Individium zu schieben, obwohl wir alle mehr oder weniger machtlos in Systemen gefangen sind und die Regierung lieber Däumchen dreht, statt irgendetwas wirklich zu ändern und alle Firmen so viel Treibhaus produzieren lassen, wie sie wollen. Freier Markt undso bis der Markt in Flammen steht.

    Viel beunruhingender finde ich die folgenden Ergebnisse:

    To what extent do you agree or disagree with the following? [COUNTRY] should do more in the fight against climate change

    Wirklich? Deutschland soll nicht mehr gegen den Klimawandel unternehmen?
    Ich hab’ne tolle Idee, damit wir der Fossilbrennstoffindustrie noch so richtig in den Arsch kriechen, warum machen wir nicht besser eine Gasheizung für Neubauten verflichtend, wer brauch schon so’ne blöde Wärmepumpe, Richtgeschwindigkeit auf den Autobahnen muss natürlich 200 kmh sein und Windräder gehören verboten, die verschandeln die Landschaft, da sollte man doch besser Fracking betreiben.

  • gandalf_der_12te@discuss.tchncs.de
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    1 year ago

    Die Klimakrise war deshalb bis vor kurzem so beängstigend, weil kein Ende der Erwärmung abzusehen war, d.h. man konnte keine Obergrenze ausmachen, bis wohin die Temperatur steigen würde. Also musste man vom Schlimmsten ausgehen, und das war sehr schlimm.

    Aufgrund erneuerbarer Energien ist heute abzusehen, dass der Fossile Rohstoffverbrauch bis 2035 um ca. 90% zurückgehen wird. (!) Dementsprechend verlangsamt sich der Klimawandel auf eine Rate, die nicht mehr so ernst genommen wird. Und das geschieht nicht aufgrund von politischem Aktivismus, sondern weil Wind- und Solarenergie heute einfach billiger sind als fossile Rohstoffe, d.h. allein durch die Mechanismen des Marktes.