Im zentralen Maya-Tiefland Yucatans könnten bis zu 16 Millionen Menschen gelebt haben
Überraschende Entdeckung: Das Maya-Reich war offenbar dichter besiedelt und komplexer strukturiert als gedacht. Allein im zentralen Maya-Tiefland könnten bis zu 16 Millionen Menschen gelebt haben, wie LIDAR-Kartierungen nun enthüllen. Die Maya-Städte und -Siedlungen bildeten im Regenwald von Yucatan ein dichtes, verblüffend einheitliches und hierarchisch geordnetes Netz. Das legt nahe, dass das Maya-Reich bevölkerungsreicher war als es bisherige Funde nahelegten.
Paper: New regional-scale Classic Maya population density estimates and settlement distribution models through airborne lidar scanning | PDF
Im Buch “Staatsfeinde”
»Die schriftlosen Völker sind … nicht weniger erwachsen als die anderen. Ihre Geschichte reicht ebenso weit zurück wie die unsere, und falls man nicht dem Rassismus huldigt, besteht keinerlei Grund, sie für unfähig zu halten, über ihre eigene Erfahrung nachzudenken und für ihre Probleme die angemessenen Lösungen zu finden.«
wird unter anderem auch darauf eingegangen, dass die Zahlen von Siedlungen und der Bevölkerungen in Mittel- und Südamerika bewusst durch die imperialen europäischen Kräfte runtergerechnet wurden. Sonst wären Narrative von unzivilisierten Wilden, die für die Kolonialisierung dankbar sein sollten, schwerer aufrechtzuerhalten gewesen. Ebenso hätte man sich dann mit dem Ausmaß der Genozide gegen die angestammten Völker schon früher beschäftigen müssen.


