Die Trasse für die S4 Richtung Bad Oldesloe und die Güterzugstrecke führen auf Hamburger Gebiet durch dicht besiedelte Stadtteile.
Seine Nachbarn auch, sie haben ihr Haus an der zukünftigen Bahntrasse sogar erst vor zwei Jahren gebaut.
Das Planfeststellungsverfahren läuft seit acht Jahren, die ersten Bauvorbereitungen seit fünf Jahren. Da hält sich mein Mitleid mit den Nachbarn eher in Grenzen.
Ok, aber gab es dann beim Bauantrag keinen Hinweis dass genau dort eine Bahntrasse in Planung ist?
Naja da sich jedenfalls der Architekt mit dem BPlan beschäftigen musste dürfte der das gewusst haben. Ob er das weitergeleitet hat oder nicht wird im Rahmen eines Schadensersatzprozesses relevant sein.
Es soll ja auch durchaus Leute geben, die das machen, weil sie es genau so haben wollen.
Quelle: Der Typ der neben unsere (seit vielen Jahrzehnten existierende) Feuerwehrwache gezogen ist, und seitdem die Polizei wegen Lärmbelästigung ruft, wenn die Feuerwehr nachts zum Alarm ausrückt.
Mit den kleinen Leuten kann man es ja machen.
Alles sind gegen Nimbys außer es wird was gegen Nimbys durchgesetzt
Nö. Ich wollte auf die Doppelstandards hinweisen, mit denen Enteignungen politisch diskutiert werden. Wenn es darum geht, Anwohner zu enteignen, geht das sehr einfach. Egal, ob für den Bau von Bahnschienen oder den Kohleabbau enteignet wird.
Aber wenn gefordert wird, gesellschaftsschädliche Konzerne und Kartelle zu enteignen oder zu zerschlagen, kann man komischerweise niemanden enteignen.
Ich wollte auch keine Wertung abgeben, ob Enteignung hier das richtige Instrument ist oder nicht.
Macht man bei so einer Enteignung rein finanziell gesehen nicht eher ein gutes Geschäft?





