Gedanken | Was mir bei meiner ersten letzten Carsharing Fahrt aufgefallen ist
Wenn ich Auto fahre, dann meistens einen kleinen elektrischen Smart. Doch manchmal braucht es auch etwas mehr Ladekapazität und so wurde es dieses Mal ein recht aktueller Opel Corsa. Das erste was mir auffiel war, das der Corsa im Vergleich zu meiner letzten Fahrt mit einen Auto dieser Serie ganz schön viel größer geworden ist und als zweites das man in der fünftürigen Variante wen man etwas größer ist oder vielleicht auch noch nicht Idealform hat, verdammt bescheiden ein- und aussteigen kann.
Aber das ist nicht das ausschlaggebende was mir auffiel. Viel mehr fiel mir auf das schon dieses relativ kleine Auto sehr viel besser gefedert und gedämmt ist, eben so das man abgesehen von optischen und lauten akustischen Reizen nicht mehr viel von seiner Umwelt außerhalb des Autos mitbekommt, also vom Feedback der Umgebung zu einen großen Teil ausgeschlossen ist. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich das einem 30 oder auch 50 relativ langsam vorkommt, eben weil das Feedback der Umwelt zu einem großen Teil fehlt. Das erklärt für mich im Umkehrschluss zum Teil die Haltung mancher Autofahrer zum Thema Tempo 30 in Städten, sie spüren gar nicht mehr wie schnell sie unterwegs sind, spüren Unebenheiten in den Straßen kaum bis nicht, sind isoliert.
Ein kleiner Funfact am Rande war, dass das Auto einen Tempomat hatte, aber der erst ab 40 km/h aufwärts funktioniert, so das man bei 30 km/h wo der Tempomat meines Smarts los geht dauernd selbst auf die Geschwindikeit achten muss.
#Gedanken #Auto #Isolation #Verkehr #Umgebung #Geschwindigkeit @verkehrswende
@sascha @verkehrswende Autos sind Maschienen die Menschen voneinander distanzieren. Weil dann natürliches miteinander nicht mehr funktioniert gibt es eine Unzahl von Regeln mit denen versucht wird, das Problem auszugleichen.
@sascha @verkehrswende
Das gilt auch für höhere Geschwindigkeiten. Wir mussten auf einer Fahrt den gemieteten Passat wegen eines Defekts umtauschen und bekamen dafür ein deutlich besser motorisiertes Auto. Auf der Autobahn fühlte sich damit 180 so an wie 130 mit dem Passat.@sascha
Die Folgen der Komfortverbesserung sind mir vor vielen, vielen Jahren schon aufgefallen. Was aber eine krasse Veränderung durch die Geräuchsdämpfung mit sich gebracht hat, ist das Erhöhen der Lautstärke vom #Martinshorn!
Damit die #Autodominanz die Sonderrechte noch wahrnehmen kann, werden alle freien Ohren im Umfeld stark mehr belästigt!
So eine #Autozentriertheit muss man sich auch auf der Zunge und im #carbrain zergehen lassen.@sascha Danke, sehr gute Beschreibung des Problems immer größerer Autos - und das bei einem “Kleinwagen”!
Danke an dieser Stelle auch an die in Isolierkabinen Sitzenden fuer die notwendige Eskalation der Martinshornlautstaerken.
HLI ein Smart fährt sich komplett anders als “normale” Kleinwagen.
Einparken mit dem Smart ist der Endgegner. Wobei viele neuere Kleinwagen auch die Hinterachse ganz hinten haben, das ist nämlich der Auslöser. Bis man das raushat vergeht einige Zeit.
Mir ist in der Fahrschule, vor ca. 7 Jahren, etwas aufgefallen: Immer wenn ich hochschaltete, beschleunigte ich danach wieder, bis ich den Motor deutlich hören konnte. Das habe ich auch bei einem anderen Fahrschüler beobachtet: Der ist im 4. Gang mit konstant 70 gefahren, dann kam die Aufforderung vom Fahrlehrer, mal hochzuschalten. Schüler folgt und beschleunigt danach auf 85.
Mir kam das so vor, als würden wir Anfänger intuitiv mehr Feedback vom Auto wollen.
@bleistift2 Naja wenn es darum ginge… mein Smart ist elektrisch, da hört man vom Motor gar nichts. Das was man hört sind Fahrgeräusche und man spürt auch die Straße unter sich ganz anders als in den ‘normalen Autos’.








