wie das Spargesetz die Medizin verbessern kann.
War ja klar, dass jetzt wieder so ein Versuch unternommen wird, die Kürzungen bei den Wählern als “Win” zu verkaufen…
“Ja, ihr bekommt weniger, aber das ist ja voll gut und so, weil, ja weil das ist halt voll gut!”
Alles Super
Schellong: Die Zahlen sind da eindeutig: Wir geben für unser Gesundheitssystem europaweit mit das meiste Geld aus, die Deutschen sind aber deswegen nicht gesünder, sondern wir liegen allenfalls im Mittelfeld. Mehr Geld ins System zu stecken und zum Beispiel die Krankenkassenbeiträge weiter zu erhöhen, wäre also grundfalsch.
ZEIT: Was glauben Sie, was kann man einsparen, wenn man nur noch evidenzbasiert vorginge?
Schellong: Vorsichtige Schätzungen beziffern den Anteil von Überversorgung am Gesamtumfang medizinischer Leistung auf zehn bis fünfzehn Prozent, andere liegen bei dreißig Prozent. Die Gesundheitsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland liegen bei etwa 300 Milliarden.
Ist alles schön und gut, aber alles was wir an unserer Behandlung einsparen, stecken sich am Ende irgendwelche CEOs oder Politiker in die Tasche 🤷🏻♂️
Wie im Artikel beschrieben, stecken sich derzeit CEOs der Pharmakonzerne unsere Krankenkassenbeiträge in die Tasche. Genau das sollte ja verhindert werden.
…indem wir das Geld an andere CEOs schieben, statt was gegen die Ursachen zu tun? Zum Beispiel, indem Gesundheit Priorität über Profit bekommt, sodass Arbeitende aller Branchen sich eher mal frei nehmen können, um Probleme zu behandeln. Die PKV abschaffen, dass auch die Reichen einen Teil ihres Profits in die KK einzahlen müssen und keine Premiumbehandlung mehr bekommen.
Parallel mehr Geld für Ärzte, dass sie sich das eingehende Behandeln leisten können, vermutlich verbesserte Akademische Bedingungen (da hab ich aber keine Ahnung), Anerkennung ausländischer Medizinabschlüsse (zumindest teilweise) und Aufenthaltserlaubnis für die Gelegenheit, hier Fuß zu fassen, mit Aussicht auf Staatsbürgerschaft.
Und dann eben die Gewinne und Spitzengehälter stärker besteuern, um damit Infrastruktur für öffentliche Versorgung zu finanzieren.
Es gibt bessere Möglichkeiten, dem Raub beizukommen, als die Bedürftigen weiter zu berauben.
Und durch welche Maßnahmen, die Teil der aktuellen Reformen sind, soll das verhindert werden? Aktuell sehe ich vor allem, dass die Wartezeiten extrem lang sind und viele Ärzte gar nicht behandeln, sondern abwimmeln.
Homöopathie und anlasslose Hautkrebsscreening alle zwei Jahre sollen entfallen
Aha und warum musste dann der rest auch in die Reform? Zuckersteuer und das hätte man auch ohne das ficken der Normalmenschen, tun können
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Indirekt. Es wird für “wichtigere” Projekte ausgegeben die dann an die Industrie gehen. Dort hört dann die Rechenschaft der Regierung auf.
Mit anderen Worten: Der gesamte soziale Sektor darbt, aber Stadt X muss sich unbedingt einen neuen Glaspalast bauen.
Wir geben für unser Gesundheitssystem europaweit mit das meiste Geld aus
Das “mit” ist ein Wieselwort hier. Ich wüßte gern die genauen Zahlen und ob das pro Einwohner gezählt wurde, oder absolut.
Steht dir frei zu recherchieren
Da ist er wieder, der typische Reflex: Bei mir nichts ändern. Egal ob von links oder rechts, jung oder alt, privat oder gesetzlich versichert.
Wie es besser geht, sagt und weiß keiner, nur: Man möchte alles so belassen.
Progressive werden bewahrend hier und Konservative werden verändernd dort.
Heute Gesundheitsreform, morgen Verbrenner-Automobilität, morgens Rente, mittags Gaskraftwerke und abends Steuerreform.
Liebe Leute: Einfach mal auch Sachen annehmen und anschauen. Dann stellt man fest, beim E-Auto ist Aufladen gar nicht so ein Thema. Eine Wärmepumpe macht das Haus auch warm. Es gibt keine Blackouts durch PV. Und so weiter und so fort.
(ich habe jetzt ganz bewusst die politischen Winkel vermischt, um mal den Spiegel vorzuhalten)
Sagen dir die Begriffe “Neoliberalismus”, “Austerität” oder “Kulturkampf” etwas? Wie kommst du bitte auf dieses schmale Brett, prüft da etwa ein Nutzername aus?
Und dann sind das die „Anderen“, die Gegner, richtig? Die Anderen haben immer Unrecht und sind immer die Bösen. Eigene Vorschläge sind immer gut und werden nicht hinterfragt. Weil dann kommt man in Verruf zu den Anderen zu gehören.
Volldampf in Richtung USA mit einer zementierten Spaltung. Obwohl dort ja der lokale Kampf gegen die AI-Datacenter inzwischen die Leute zusammenbringt.
Ich finde es schlimm zu sehen, wie „Progressiv-Linke“ inzwischen die gleiche emotionalisierende Argumentationskiste haben wie die AfD-Stumpfis. Nicht Nachdenken, direkt brüllen. Es scheint dieses Social Media zu sein, was so wahnsinnig die Leute triggert.
Sagt dir Abgabenquote von über 50% was?
Ich bin Autist. Meine Lebensgefährtin hat eine Erkrankung von der es in Deutschland weniger als 10.000 Fälle gibt.
Für uns wird es schlechter. Viel viel viel schlechter.
Aber hey, vlt profitieren ja 3-4% der Patienten wirklich. Scheis auf die anderen
Ich bin mir ganz sicher, dass es genauso kommen wird und nicht genau an dem gespart wird, was wichtig ist /s
Aha, sehe diese Aussage bei Operationen, die nicht nötig sind sondern z.B. durch Medikamente, Physiotherapie usw. ersetzt werden können. Zurzeit trage ich nachts eine Karpaltunnelsyndrom-Schiene und merke eine spürbare Besserung. Also keine OP. Der Aussage “Eine gute Medizin ist eine schlanke Medizin” stimme ich jedoch nicht ganzheitlich zu.
Der Artikel lässt sich über die gängigen Wege lesen.





