Aus Russland wurden in den vergangenen Tagen verstärkt Ausfälle des Messengerdienstes Telegram gemeldet. Der Kreml scheint mit der Sperre des Dienstes früher zu beginnen als erwartet. Noch ist unklar, wie die Sperre die Truppen an der Ukraine-Front betrifft, für die Telegram das zentrale Kommunikationsmittel ist – genauso wie für sämtliche offizielle Stellen im Land. Russland droht jedenfalls ein Kommunikationsdilemma, denn der eigens entwickelte Nachfolger Max hat seine Tücken.
Es geht nicht nur um Telegram, Russland führt langsam eine Internetsperre ganz nach dem Vorbild Nordkorea durch - man kann nur noch Webseiten öffnen, die whitelisted sind und nur spezielle Mitglieder der Bevölkerung (hust hust Oligarchen) erhalten Zugang zu einem staatlichen VPN, mit dem man dann alle Webseiten öffnen kann.
Das ist zwar noch nicht flächendeckend so, wird aber schrittweise im gesamten Land durchgesetzt. NFKRZ (ein Russe, der vor einigen Jahren geflüchtet ist) hat z.B. darüber berichtet und hier gibt’s auch einen Artikel dazu.
Noch problematischer scheint die App im Fronteinsatz zu sein. Schon Ende Februar meldeten das Portal Mediasona sowie mehrere Militärblogger, dass es Warnungen gebe, die App für die militärische Kommunikation zu verwenden, weil sie nicht sicher sei und von der Ukraine mitgelesen werden könne.Russischer Staat schießt sich aus Paranoia ins Knie? Tja…



