• GarbadgeGoober@feddit.org
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      16
      ·
      4 days ago

      Ich glaube bei vielen hört es dann an der Wahlurne, dann doch auf, wenn es konkreter wird.

      Da es einen ja doch auch selbst betreffen könnte. Das lang ersparte Eigenheim, Erbe von der Oma, mehr als 25% auf die ersparten ETFs.

      So kriege ich es zumindest oft aus meinem Umfeld mit, selbst wenn man denen erklärt, dass es für kleinere Vermögen genügend Freigrenzen geben kann, gibt es eine Ablehnung.

      • plyth@feddit.org
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        ·
        4 days ago

        Das lang ersparte Eigenheim, Erbe von der Oma, mehr als 25% auf die ersparten ETFs.

        Was wahrscheinlich Absicht ist. Mit der zukünftigen Minirente und dem dadurch notwendigen Privatvermögen wird jeder zu einem kleinen Kapitalisten, der das Vermögen der grossen Kapitalisten aus Überzeugung verteidigt.

    • Aniki@feddit.org
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      5
      ·
      4 days ago

      viele wissen nicht wofür sie wählen

      es ist schockierend wie wenige leute auch nur irgend eine ahnung haben was die parteien konkret an gesetzesvorschläge haben… dass die afd die ausländer raus will weiß noch ein jeder aber da hört es dann auf. für die meisten ist wählen nur bauchgefühl; die wenigsten lesen sich die politik-beschlüsse durch.

      wie viele % der bevölkerung wissen was die CDU an steuern und vermögensumverteilung konkret plant? die meisten denken wahrscheinlich “CDU, wirtschaftskompetenz, dadurch haben wir dann bestimmt mehr geld”. dass es genau umgekehrt ist, naja, das liegt jenseits des tellerrands des bauchgefühls.

      • ftbd@feddit.org
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        2
        ·
        4 days ago

        Was ja wiederum bedeutet, dass sich alle Stimmen für Umverteilung von oben nach unten bei wenigen Parteien konzentrieren sollten. Aber diese Stimmen sind offensichtlich nicht da, weil Menschen gegen ihre eigenen Interessen wählen.

      • Hapankaali@lemmy.world
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        1
        ·
        4 days ago

        Selbst wenn das so wäre, das ist auch relativ. Wenn bspw. 90% SPD/Grüne/Linke wählen würde, dann würde es natürlich auch sofort Parteien geben, die für mehr Einkommensumverteilung sind.

  • excral@feddit.org
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    edit-2
    4 days ago

    Trotzdem haben es die Reichen geschafft, dass alle effektiven Maßnahmen dagegen als zu radikal oder zu wirtschaftsschädlich verschrien werden. Es gibt sehr viele Leute, die durch die Linken super vertreten wären, aber sich gar nicht erst mit der Partei auseinander setzen wollen, weil die “zu radikal” seien.

    Mal ein Rechenspiel: Das oberste 1% der Bevölkerung hat 35% des Vermögens (stand 2020, mittlerweile noch extremer), die restlichen 9% der oberen 10% haben 32% des Vermögens und die untere Hälfte der Bevölkerung hat 1,3% des Vermögens. Würde man nur das Vermögen der obersten 1% auf das Niveau der nächsten 9% beschränken, und diesen Wohlstand auf die unteren 90% verteilen könnte man deren Anteil am Wohlstand um 3,5 Prozentpunkte pro Dezentil erhöhen. Im Klartext bedeutete dies für die Anteile am Vermögen:

    • untere Hälfte (1. bis 5. Dezentil): 1,3% -> 19,0% (+1361,5%)
      1. Dezentil: 1,8% -> 5,3% (+194,4%)
      1. Dezentil: 5,3% -> 8,8% (+66,0%)
      1. Dezentil: 9,3% -> 12,8% (+37,6%)
      1. Dezentil: 15,0% -> 18,5% (+23,3%)
      1. bis 99. Perzentil: 32,0% -> 32,0% (± 0%)
    • reichstes Prozent: 35,3% -> 3,2% (- 90,9%)

    (ergibt Rundungsbedingt nur 99,8% in Summe, egal)

    Ich habe das selbst so noch nie ausgerechnet und war ehrlich gesagt schockiert. Das hat selbst meine eigenen Erwartungen noch übertroffen. Man kann auf jeden Fall festhalten: selbst wenn es der Wirtschaft schaden sollte (was es höchst wahrscheinlich nicht wird), stünden am Ende der absolute Großteil der Bevölkerung noch deutlich besser da als vorher. Und das ohne irgendwen in die Armut zu stürzen, worst case bleibt man auf dem Niveau der heute reichsten 10% ohne das oberste Prozent.

    Edit: Mir ist noch ein kleiner Fehler aufgefallen: Um das reichste Prozent auf das Niveau der 90. bis 99. Perzentile zu bringen, dürften sie 32,0% / 9 ≈ 3,56% behalten, nicht 32,0% / 10 = 3,2%. Macht aber eigentlich keinen relevanten Unterschied, da eh rundungsbedingt noch 0,2% “über” sind. Dann wären sie direkt schon wieder bei 3,4%

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      17
      ·
      4 days ago

      selbst wenn es der Wirtschaft schaden sollte

      Das, was heute landläufig als “die Wirtschaft” bezeichnet wird, ist eh nicht Anderes, als das Geld, von dem die Überreichen ihre Yachten kaufen, weil der alleinige Fokus auf dem BIP liegt.

      Der tatsächlichen Wirtschaft schadet das auch, denn die überreichen Schmarotzer entziehen der Wirtschaft Geld, indem sie es horten und für ihren persönlichen Luxus verprassen.

      • excral@feddit.org
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        9
        ·
        4 days ago

        Ja absolut, ich hab das vielleicht etwas ungünstig formuliert. Was ich eigentlich meinte war, falls das zu verteilende Gesamtvermögen sinken würde, hätten die allermeisten so noch deutlich mehr Vermögen als vorher.

        Man könnte das auch anders herum formulieren: Wenn man zu den untersten 50% gehört kann einem das Gesamtvermögen Deutschlands recht egal sein, denn selbst wenn das Gesamtvermögen um 10% fallen sollte, könnte man das ausgleichen indem man den Anteil der unteren 50% um nur 0,2 Prozentpunkte anhebt.

    • Felix@feddit.org
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      4
      ·
      4 days ago

      Es gibt sehr viele Leute, die durch die Linken super vertreten wären, aber sich gar nicht erst mit der Partei auseinander setzen wollen, weil die “zu radikal” seien.

      Das Problem mit der Partei Die Linke ist ja, dass sie ein Sammelbecken für linke Spinner aller Art ist. Da finden sich Kommunisten, die soziale Marktwirtschaft beenden wollen, ebenso wie als „Pazifisten“, denen bereits die Verteidigung der Ukraine zu weit geht.

      Die Linke wählen heißt, dass man neben interessanten Ansetzen immer auch Spinner wählt, die schon irgendwo an Verfassungsfeindlichkeit grenzen. Und das ist für mich ein No-Go.

      • Don_alForno@feddit.org
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        6
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        4 days ago

        Also selbst wenn ich dir da nicht widersprechen würde, der letzte Satz stimmt für jede andere Partei, und für die Linke stimmt er wahrscheinlich am wenigsten. (Wo Verfassungsfeindlichkeit? Kapitalismus steht nicht im GG.)

        • Felix@feddit.org
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          4 days ago

          Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.

          Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG

          Kommunismus ist gerade der Bruch mit dem Privateigentum.

          Jetzt kann man einwenden, dass es im real existierenden Sozialismus eben Privateigentum gab. Aber: Sozialismus ist ja nur der Zwischenschritt zu einer komplett gleichen Gesellschaft. Ein Kommunist will letzteres erreichen.

          • kossa@feddit.org
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            4 days ago

            Kommunismus ist gerade der Bruch mit dem Privateigentum.

            …an Produktionsmitteln. Im “Kommunismus” (Anführungszeichen, weil es den Kommunismus gar nicht gibt) kannste ja nicht einfach deinem Nachbarn die Brille von der Nase klauen und “haha, Kommunismus” rufen.

            • Felix@feddit.org
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              1
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              4 days ago

              In einer modernen Kreislaufwirtschaft ist auch alles ein Produktionsmittel.

              Aber ist mir auch egal. Ich werde nicht für Planwirtschaft stimmen. Ich mag Bananen. Ich will nicht, dass jemand für mich entscheidet, dass ich in den nächsten 5 Jahren stattdessen Äpfel essen soll. Solange die Partei Die Linke einen kommunistischen Flügel besitzt, ist sie unwählbar. Nie wieder DDR.

    • Goldholz
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      5
      ·
      4 days ago

      Wie die CDU und AfD wollen das garnicht machen?!?!

  • Aniki@feddit.org
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    14
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    4 days ago

    Vermögen ist zugleich Mitbestimmungsmöglichkeit in der Realität. Daher ist eine faire Vermögensverteilung essentiell für eine Demokratie.

    • Elchi@feddit.org
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      4 days ago

      Werden wohl nicht alle von den 81 Prozent auch an einer Veränderung interessiert sein.

  • ominous ocelot@leminal.space
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    4 days ago

    Politik kann nur das durchsetzen, was die Bevölkerung ihnen erlaubt. Seh keine Massendemos und möglicherweise werden Kommunikationsoptionen mit den MdB noch nicht ausgeschöpft… Wer schweigt stimmt zu.

    Ja, ich will sagen: ich bin schuld und du auch (statistisch betrachtet).

  • SaharaMaleikuhm@feddit.org
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    4
    ·
    4 days ago

    Und wenn man jetzt aus Trotz oder aus Protest Afd wählt, wird die Ungleichheit noch viel schlimmer. Aber der gemeine Wähler ist einfach unglaublich dumm. Definitiv zu dumm um für seine eigenen Interessen zu wählen.

  • SomeOneWithA_PC@feddit.org
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    4 days ago

    Ich schieß mir in den Fuß und dass sogar jetzt noch mehr mit der alternativen Schrotflinte und mein Fuß heilt einfach nicht !!!einseinself!!! -> 50% der Wähler + Nichtwähler?

  • GameOverFlow@lemmy.zip
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    4 days ago

    Weil die Armen denken ärmeren haben zu viel? Damit meine ich mindestens die ärmeren 90% der Gesellschaft.